So ist hive entstanden

Seit einem knappen Monat sind wir nicht mehr an der Deutschen Journalistenschule in München. Inzwischen hat sich die hive-Redaktion über die ganze Republik verteilt. Wir sind Praktikanten bei der Süddeutschen Zeitung, der Financial Times Deutschland, der FAZ, Spiegel Online und anderen. Aber trotzdem geht hive weiter. Habt ihr ja bestimmt schon gemerkt...

Dennoch: Das Ende der praktischen Ausbildung an der DJS war eine kleine Zäsur in der noch kurzen hive-Geschichte. Denn nun schreibt die Redaktion nicht mehr nur über digitale Themen. Sie ist quasi selbst volldigital, weil E-Mail und Facebook zu unseren wichtigsten Kommunikationsmitteln geworden sind.

In diesem Sinne: Ein Rückblick auf die Zeit als wir noch am Altheimer Eck in München zusammen saßen und hive mit euch zusammen entwickelt und geplant haben. Ein Rückblick auf die Kindertage von hive.

Wo die Daten wachsen

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Die digitale Welt ist ein weites Feld, die Daten dort wachsen und wachsen. Für hive habe ich mich an die Ernte gemacht und eine Infografik über die Datenwelt gebaut. Einige Nutzer haben gefragt: Woher kommen die Zahlen?

1. Ich habe mit Experten telefoniert. Zum Beispiel konnten mir die Angestellten des Internetknotenpunkts Frankfurkt live ablesen, was da gerade bei ihnen so durchrauscht. Und mir auch einen Durchschnitt nennen.

2. Ich habe mich mit wissenschaftlichen Studien zum Thema befasst. Die 1000 Sensoren pro Mensch sind zum Beispiel eine Schätzung eines amerikanischen Forscherteams (Rabaey & Pederson 2008: A brand new wireless day). Diese Zahl habe ich dann wiederum von Wissenschaftlern, zum Beispiel an der TU München, einschätzen lassen.

3. Ich habe bei Firmen angefragt. Über die Flickr-Uploads geistern zum Beispiel ganz viele falsche Zahlen rum. Der Eigentümer von Flickr, Yahoo, konnte mir da richtige Nummern nennen.

4. Ich habe US-Marktforschungsstudien genutzt. Viele sind natürlich nicht öffentlich. Aber manche. Und wenn man in Google nach .pdf- oder .ppt-Dokumenten mit entsprechenden Titeln sucht, findet man noch mehr. Damit kann man gut rechnen.

5. Ich habe natürlich ganz viel im Internet recherchiert. Und dabei viele verschiedene Zahlen gefunden. Wo überzeugendes Abwägen nach Häufigkeit, Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit möglich war, habe ich die Zahl genommen. Andere fielen raus. Sorgfältig arbeiten heißt auch: Eine tolle Zahl, die nicht doppelt unabhängig belegbar ist, ist nicht toll.

Im Grunde ist Zahlenrecherche also nichts anderes als die "normale" journalistische Recherche. Allerdings mit einem sehr engen Fokus.  Man muss wissen, was man sucht. Die Frage "Haben Sie eine Zahl zum Thema Daten?" bringt einen nicht weiter. Also vorher überlegen, was man konkret finden will.

Noch ein Hinweis zur Grafik: Ich habe die Zahlen dazu im Juli 2011 recherchiert, begleitend zu einer Geschichte über Echtzeit-Daten. Seither sind wohl die meisten Zahlen schon wieder gestiegen. Die Daten wachsen weiter.

 

Von Plätzchenbacken auf Hitler - eine Redaktionskonferenz

Redaktionskonferenzen sind zähe Veranstaltungen. Einer schlägt ein Thema vor und 14 andere diskutieren darüber - ob sie Ahnung haben oder nicht. Gesprächsfetzen aus unserer Konferenz.

"Wir würden gern eklige Rezepte aus dem Internet nachbacken und das filmen."

"Das ist ein interessantes Thema, aber nicht für hive. Es ist nicht digital. Und wir wollen doch nur über Themen berichten, die mit der Digitalisierung zu tun haben.

"Da muss ich widersprechen. Das ist endlich mal ein eher weibliches Thema."

"Echt mal, immer dieser Männerkram."

"Das ist nun mal nicht Feuilleton hier."

"Lasst uns mal beim Thema bleiben. Es geht ums Plätzchenbacken. Wenn das ein Thema für hive sein soll, dann müsstet ihr schon herausfinden, dass das Internet das Plätzchenbacken verändert hat."

"Bedingung für hive ist, dass in dem Gegenstand, über den wir berichten, ein Chip ist. Schreibt doch über Chips."

"Noch mal: Warum ist dieses Thema relevant?"

"Weil jeder, der Internet hat, heute auf alle möglichen Rezepte zurückgreifen kann."

"Entschuldigt, aber das ist doch das Wesen des Internets: Dass alle schnell und leicht an alle möglichen Informationen kommen. Da müsst ihr nun nicht auch noch übers Backen schreiben."

"Aber Backrezepte sind schon besonders. Wegen denen geht sogar meine Mutter ins Internet. Sonst würde sie das vielleicht nicht tun."

"Wie gesagt: Ich denke, dass das Thema nicht zu hive passt. Erinnere dich mal an Denises Hitler-Geschichte. Da haben wir die These begründet, dass das Internet den Hitlerwitz verändert hat. Unsere Frage ist nun: Hat das Internet das Plätzchenbacken verändert?"

"Hitler-Vergleiche finde ich jetzt ganz schwierig."

"Ruft doch mal bei so einer Kochplattform an. Vielleicht gibt es da jemanden, der Rezepte permanent ändert um seine Backpolitik durchzusetzen."

"Vielleicht willl auch jemand in diesen Rezepten Werbung verstecken."

"Gut wäre eine Antithese, ein Gegenspieler."

"Also, zieht euch zurück und findet eine These!"

"Ja, geht ihr mal in die Thesenküche."

"Schon klar. Wir suchen einen Küchenzuruf."

Und das ist daraus geworden: Eine Bloggerin, die über ihre Fangemeinde berichtet. Ein Rezept aus dem Internet, dass auch Nerds vom PC weg lockt. Und die Erkenntnis eines Ernährungspsychologe: Das Internet, sagt er, ändert nichts an unserem Essverhalten.

Ausprobieren II: Wie hive live funktioniert hat

Hive live ist vorbei. Wir haben ausprobiert, wie es ist, an einem Tag in verschiedenen Geschwindigkeiten zu publizieren: Live per Twitter, mit Vorab-Berichten auf der Homepage und einem fertigen Beitrag am Abend. In unserem Fall ein Videofilm, den der Live-Reporter aus der Ich-Perspektive gedreht und geschnitten hat.

Wir wollten damit einen Live-Nachrichtenzyklus simulieren. Sieben Dinge, die wir dabei gelernt haben:

1. Mobil ist nicht live: Das Thema "So bewegt sich die Stadt" ist kein Thema, das sich für eine Liveberichterstattung eignet. Wir haben zwar unsere Recherchen live gefilmt, im Blog und auf Twitter in Echtzeit begleitet. Aber wir haben gemerkt: Die Recherche zu einem Thema allein gibt nicht genug Beiträge für eine Live-Abdeckung her. Die Eile ist also gar nicht nötig. Und mehr Ruhe hätte unseren Stadt-Beiträgen sicher gut getan. Bei Ereignissen wie den Protesten gegen Castor-Transporte dagegen ist diese Art von Live-Berichterstattung sicher sinnvoll.

2. Direkte Rückkopplung: Weil wir unmittelbar Recherergebnisse auf der Homepage veröffentlicht haben, wurden wir auf neue Aspekte aufmerksam. So hat der Chef von Call a Bike unsere Seite verfolgt und die Reporterin vor Ort direkt auf eine Ungenauigkeit hingewiesen, der sie dann nachgegangen ist.

3. Idee: An einem Tag alles zu schaffen (Vorrecherche, Recherche/Dreh vor Ort, Schnitt) - geht schon. Geht aber sicher besser, mit einem halben Tag mehr zur Vorrecherche. Außerdem wichtig zum Punkt Arbeitsablauf: 

4. Strenge zu sich selbst: Eine Frage, ein Take, fertig. Wir haben noch zu viel Material gedreht und uns damit die Arbeit im Schnitt schwergemacht. Dort wollten wir, so der Plan, eigentlich nur schon in der Kamera fertige Sequenzen aneinander schneiden. Das hat noch nicht immer perfekt geklappt. Hier hilft es sicher, wenn der Reporter sich vorher ein Minidrehbuch anfertigt.

5. Live-Berichterstattung auf der Hompage: Wir haben gemerkt, dass es hier noch wichtiger ist, zu überlegen, in welchem Format wir Material schon vorab online stellen. Muss es immer ein Video sein, nur weil wir alle Smartphones haben? Manchmal wäre eine Audiodatei wohl sinnvoller gewesen, nämlich dann, wenn im Video selbst kaum Handlung stattfindet. 

6. Ich komm mal eben vorbei: Einigen Protagonisten war nur schwer unser Format und die Dringlichkeit unser Anfrage vermittelbar - verständlicherweise. In Live-Situation gibt es dafür sicher ein größeres Verständnis.

7. Aber: Durch den geringen technischen Aufwand war es uns andererseits möglich, näher an die Leute heranzukommen. Ein Reporter, der mit einen kleinen FlipCam loszieht, hat einen viel leichteren Zugang, als wenn er mit Kamera, Licht und Stativ angerückt wäre. Manche von unseren Geschichten wären dann wahrscheinlich gar nicht machbar gewesen.

Fazit: Ein spannendes Format, dass Arbeit und Spaß gemacht hat. Für Live-Berichterstattungen ist das, was wir in den verschiedenen Publikationsgeschwindigkeiten gelernt haben, hoch brauchbar.

Wer seid ihr?

Ihr habt uns geholfen, ein Logo zu finden. Ihr habt mitdiskutiert, als es um unsere Themen ging. Iht habt uns auf Facebook geliked und unsere Beiträge kommentiert. Ihr habt uns gesagt, was nocht nicht so gut läuft. Jetzt wollen wir wissen, wer ihr eigentlich genau seid. Und wir wollen es allen zeigen.

Wir haben dazu eine kleine Umfrage gebastelt. Darin fragen wir, wie ihr hive und das Internet nutzt, was euch gut gefallen hat und was wir noch besser machen hätten machen können. Für die Umfrage braucht ihr etwa fünf bis sieben Minuten Zeit. Wir freuen uns, wenn ihr sie euch nehmt.

Und: Wir wollen auch auf hive-magazin.de zeigen, wer unsere Leser sind. Wir wollen darüber schreiben, warum ihr bei hive mitgemacht habt und was ihr in eurem Leben sonst so tut. Im Fragebogen könnt ihr eure Emailadresse eingeben, wenn ihr uns das alles erzählen wollt und ein kleines Portrait von euch auf hive-magazin.de lesen wollt. Wir sind gespannt.

 

Ausprobieren: Hive Live - So bewegt sich die Stadt

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Bisher haben wir es langsam angehen lassen: Ein paar neue Artikel jede Woche auf der Homepage und ein Heft, das einmal erschien. Das wollen wir in den nächsten Tagen mit der Reihe Hive Live - So bewegt sich die Stadt ändern.

Denn, ihr habt es vielleicht gemerkt: Die Tageszeitung ist nicht mehr das einzige Nachrichten-Medium. Twitter eignet sich, um kurze Nachrichtenschnipsel zu posten, die Homepage, um den ersten, rohen Bericht nachzuliefern, der am nächsten Tag mit mehr Hintergrundinformationen in der Zeitung steht. In einem Essay in der Wochenendausgabe kann das Geschehene dann genauer bewertet werden. Wenn auch Fernsehen und Radio zum Verlag gehören, sind die Möglichkeiten nochmal um einiges größer.

Mit Hive Live wollen wir diesen Nachrichtenzyklus vier Tage lang simulieren. 

Das Thema: Mobilität in der Stadt

Wir wollen Fragen beantworten, die scheinbar banal sind, auf die aber meist niemand eine Antwort weiß: Warum fahren U-Bahnen nicht ineinander? Wieso kommt nach 10 Minuten (fast) immer ein Taxi? Wir haben vier Tage, können also vier Fragen beantworten.   

Die erste Frage, die heutige, haben wir schon festgelegt (weil wir Hive Live erst gestern geplant haben): Wieso sind die Ampelphasen morgens anders als am Nachmittag? 

Wir vermuten, dass hinter jeder Frage irgendwo ein Computer in der Antwort steckt. Deswegen haben wir es als Thema für hive gewählt. Sicher wissen wir es aber noch nicht. 

Die Arbeitsweise

(1) Morgens zieht ein Reporter mit der Flipcam und seinem Smartphone los, um eine Frage zum Thema zu beantworten. Er weiß zu diesem Zeitpunkt nicht mehr über diese Frage als der Leser.

(2) So, wie der Reporter neue Entdeckungen macht, erstellt er mit seinem Smartphone Videos, Fotos, kurze Texte und schickt sie an einen Redakteur in der DJS. Der stelllt sie auf die Homepage und reichert sie mit ein paar Kontextinformationen an.

(3) Parallel macht der Reporter mit der Flipcam Aufnahmen, die er am Abend, wenn er zurück in der Redaktion ist, zu einem kurzen Beitrag, einer Reportage, schneidet und auf die Homepage stellt.

(4) Ganz am Ende der vier Tage soll eine Münchenkarte entstanden sein, die alle Orte, an denen die Reporter waren, mit den jeweiligen Beiträgen zusammenführt und so ein größeres Bild von der Mobilität in der Stadt gibt.

Jeder Schritt unterliegt wegen unterschiedlicher Geschwindigkeiten anderen Regeln und Vorgaben. Welchen genau, wissen wir noch nicht. Die wollen wir herausfinden... ;) 

So könnt ihr dabei sein

Ihr habt eine Frage zur Mobilität, in der Stadt, die ihr nicht beantworten könnt? Her damit. Wir können es herausfinden.

Ihr verfolgt die Updates des Reporters auf Twitter oder der Homepage und denkt: "Na, der läuft ja zur falschen Stelle"? Sagt es uns.

Wir freuen uns über jeden Kommentar und Hinweis.

Kommentiert hier im Blog, unter dem jeweiligen Artikel oder auf Facebook

Der Hashtag auf Twitter ist #hivelive.

Foto: flickr/anjin

Kampf gegen Vuvox

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Es sieht super aus, aber das Programm trieb mich fast in den Wahnsinn: Vuvox. Unser Dozent hat mich vor Vuvox gewarnt, aber ich dachte mir: Der übertreibt, so schlimm wird es nicht werden. Meine Geschichte: Ich wollte in einer Zeitleiste zeigen, wie sich die Musik aus dem Nintendo-Spiel Super Mario entwickelt hat. Vuvox eignet sich dafür wunderbar. Doch anstatt ein paar Stunden hat mich das fast zwei ganze Arbeitstage beansprucht.

Tag 1, 10:00 Uhr:

Ich hab mein Material zusammen und melde bei Vuvox an. Es läuft wunderbar, ich setze Bilder, Texte und Musik ein - ohne dass Vuvox zickt. Nach knapp fünf Stunden bin ich fertig und speichere - ich bin froh, dass alles so gut gelaufen ist. Aber als ich die fertige Zeitleiste neu lade, geht der Kampf in die erste Runde. Meine Textfelder sind zerschossen und verschoben, die Jahreszahlen neben den Bildern stimmen nicht und beim Klicken auf den kleinen Lautsprecher kommt keine Mario-Musik.

Tag 1, 15:00 Uhr:

Ich gebe mich nicht geschlagen und versuche, das Projekt einfach unter neuem Namen abzuspeichern. Vuvox sagt nur noch "Error", es funktioniert nicht. Hilft ja nichts, also alles nochmal richtig biegen und hoffen, dass es dann klappt.

Tag 1, 16:30 Uhr:

Beim zweiten Mal bin ich schneller. Ich kenne die Funktionen von Vuvox und meine Dateien sind alle schon hochgeladen. Ich rücke die Textkästen an ihre Plätze und füge die Musikstücke neu ein.

Alles wieder an seinem Platz, in der Vorschau passt alles. Ich speichere das Projekt und lade es im Ansichtsmodus, um zu sehen, ob alles passt. Wieder hat Vuvox mir alles zerschossen und hören kann ich auch nichts. Ich würde am liebsten meine Faust in den Bildschirm hämmern.

Tag 1, 17:15 Uhr:

Mein Problem ist: Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe. 2:0 für das blöde Vuvox. Ich lösche das gesamte Projekt und fange nochmal komplett von vorne an.

Tag 1, 19:00 Uhr:

Ich bin stolz, dass ich den ganzen Mist nochmal geschafft habe. Vorschau sieht gut aus, speichern und das fertige Projekt anschauen. Ich klicke auf einen der Lautsprecher, und tatsächlich ertönt das Super Mario-Theme. Aber bei den Textfeldern fehlt die letzte Zeile, mein Text ist abgeschnitten. Feierabend, heute geht nichts mehr.

Tag 2, 8:30 Uhr:

Ich habe schlecht geschlafen, Super Mario und Vuvox haben mich in meinen Träumen verfolgt. Um halb neun sitze ich wieder in der DJS und korrigiere abgeschnittene Textfelder. Dafür brauche ich etwas mehr als eine Stunde. Großartig: Musik ist da, Text ist abgeschnitten.

Tag 2, 9:30 Uhr:

Ich lösche noch einmal alle Textfelder und die Musikstücke heraus. Nur die Screenshots und der Hintergrund bleiben. Inzwischen bin ich soweit, dass ich den PC mit "Baby, du packst das" anspreche, um ihm zu zeigen, dass ich nicht sauer bin. Ich speichere regelmäßig ab und lasse mir Zeit, damit das Programm die einzelnen Elemente in Ruhe laden kann. Anscheinend behandle ich Vuvox falsch, denn am Ende sind die Textfelder wieder zerschossen.

Tag 2, 11:30 Uhr:

Nach einer Pinkelpause habe ich eine Erleuchtung: Die Musik funktioniert jetzt, nur die Textfelder spinnen - also muss es an den Textkästen liegen. Ich schaue mir die Textfelder an: Ich erkenne nichts Ungewöhnliches, kopiere den Text rein und mache manuelle Umbrüche mit der Enter-Taste. Und genau das ist das Problem: Vuvox mag keine manuellen Zeilenumbrüche. Weil ich die einfüge, zerhaut es mir die ganzen Textkästen. Ich starte ein neues Projekt und teste meine Theorie. Und tatsächlich: Wenn ich die Umbrüche nicht manuell mache, sondern Vuvox den Text anpassen lasse, funktioniert alles wunderbar. Anschlusstreffer für mich, auf geht's in die letzte Runde, ein letztes Mal alles neu machen.

Tag 2, 13:30 Uhr:

Geschafft - das Projekt ist fertig und ich bin am Ende und froh, dass es endlich geklappt hat.

Mein Fazit: Das Ergebnis kann sich sehen lassen, aber der Zeitaufwand mit Vuvox ist gigantisch. Selbstverständliche Dinge wie den manuellen Zeilenumbruch oder Copy and Paste funktionieren in Vuvox - aber sobald ihr speichert, wisst ihr nicht, was euch erwartet. Mein Tipp: Arbeitet nur mit Vuvox, wenn ihr genügend Ausdauer und Nerven habt - und euch das Thema am Herzen liegt. 

hive ist zu haben

Seit hive raus ist, gibt es immer wieder Anfragen: "Wo bekomme ich ein Heft her?", wollt ihr auf Twitter und Facebook wissen. Jetzt könnt ihr euch das Heft auf unserer Homepage zum Portopreis von 1.45 Euro bestellen. Das Geld könnt ihr entweder per PayPal oder per Überweisung zahlen.

Da wir hier an der Journalistenschule gerade in der Produktion unseres Radio-Abschlussmagazins stecken, ist der Shop auf der Homepage sehr einfach. Wir hatten leider keine Zeit, ihn so nutzerfreundlich zu gestalten, wie wir ihn selbst gern hätten. Damit ihr trotzdem gut durch die Bestellung kommt, gibt es hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Schritt 1: Im ersten Fenster auf die Schaltfläche "Add to Cart" klicken.

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Schritt 2: Im nächsten Fenster könnt ihr die Zahlungsartwählen. Etwas schwer zu erkennen, deshalb rot eingekreist: Bei "Qty" könnt ihr die gewünschte Anzahl der Hefte händisch eintippen. Dann auf die Schaltfläche "Checkout" klicken.
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Schritt 3: Im nächsten Fenster brauchen wir eure Adresse, um das Heft zu verschicken. Dann Klick auf "Use this Adress".

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Im nächsten Fenster könnt ihr dann eure Daten und Zahlungsmethode noch einmal überprüfen und mit einem Klick auf "Confirm oder" bestätigen.

Schritt 4: Im Fenster drauf steht eure Bestellnummer. Falls ihr Überweisung als Zahlungsmethode gewählt habt, steht hier auch die Kontonummer des Kontos, auf das die Portokosten gehen sollen. Falls ihr PayPal gewählt habt, werdet ihr dann zum Zahlen auf PayPal umgeleitet.

 

Computerspiele: Vom Museum in den Kulturteil von hive

Spielsalon-kassel
Computerspiele machen in erster Linie Spaß - oder auch nicht: Abseits des kommerziellen Mainstreams hat sich in den vergangenen Jahren eine Independent-Szene entwickelt. Kritiken zu Computerspielen, die mehr wollen, als nur zu unterhalten, findet ihr deshalb jetzt wöchentlich in unserem Kulturteil.

Für unser Magazin habe ich im Juli den "Spielsalon" im Kasseler Kunstverein besucht. Im Museum wurden Autorenspiele ausgestellt, die abseits des kommerziellen Mainstreams entstanden sind. Meist nur von einer oder zwei Personen entwickelt steht hinter ihnen eine Idee, eine Message oder ein Gefühl. Sie wollen mehr, als nur unterhalten. "Ist das jetzt Kunst?", fragte ich mich und meine Interviewpartner. Und weder sie noch ich konnten eine Antwort darauf geben.

Das ist vielleicht gut so. Klar ist: Diese meist kleinen Games entziehen sich einer Bewertung a la Gamestar, in der es mehr um die Grafik als um den Gehalt des Spiels geht. Grund genug, einige der dort ausgestellten Spiele und auch andere, die sich im Netz finden, aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten:

Was löst das Spiel im Spieler aus? Gibt es eine Aussage, die der Spieler aus dem Spiel heraus mitnimmt? Hat das Spiel eine eigene Ästhetik? Gibt es Leitmotive? Versucht der Spielautor etwas Neues zu schaffen, oder repliziert er nur, was bereits Erfolg hatte?

Jede Woche wird ein neues Spiel vorgestellt werden. Einige habe ich auf Vorrat. Aber: Welche Spiele haben Euch mehr vermittelt als nur Spaß? Ich freue mich über Eure Vorschläge.

Foto: cc by-nc 3.0 Felix Victor Münch